Emotionen und Hormone

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Wenn die Schwangerschaft viel mit Ihnen macht

Schwanger zu sein kann viele Gefühle hervorrufen. Vielleicht spüren Sie Freude, Liebe und Staunen. Aber vielleicht auch Unsicherheit, Anspannung, Traurigkeit, Reizbarkeit oder Angst. Manchmal wechseln diese Gefühle schnell und Sie verstehen sich selbst nicht so gut.

Das kann verwirrend sein. Besonders wenn Ihr Umfeld vor allem erwartet, dass Sie glücklich sind. Dennoch ist es ganz normal, dass eine Schwangerschaft emotional viel mit Ihnen macht. Ihr Körper verändert sich, Ihre Hormone sind in vollem Gange und auch in Ihrem Kopf und Herzen bereiten Sie sich auf eine neue Lebensphase vor.

Bei We Care Academy möchten wir Ihnen helfen, mit Sanftheit auf sich selbst zu schauen. Sie müssen Ihre Gefühle nicht wegdrücken. Sie dürfen da sein.

Warum Hormone beeinflussen, wie Sie sich fühlen

Während der Schwangerschaft verändert sich viel in Ihrem Körper. Hormone unterstützen das Wachstum Ihres Babys, bereiten Ihren Körper auf die Geburt vor und spielen eine Rolle bei der Verbindung mit Ihrem Kind. Gleichzeitig können diese hormonellen Veränderungen Ihre Stimmung, Energie, Ihren Schlaf und Ihre Empfindlichkeit beeinflussen.

Sie bemerken vielleicht, dass Sie schneller weinen, intensiver reagieren oder mehr Bedürfnis nach Ruhe haben. Vielleicht fühlen Sie sich an einem Tag stark und voller Vertrauen und am nächsten unsicher oder überwältigt.

Das bedeutet nicht, dass Sie sich anstellen. Ihr Körper arbeitet hart und Ihr System ist offener als sonst.

Raum für gemischte Gefühle

Nicht jede Schwangere fühlt sich neun Monate lang glücklich. Viele Eltern erleben gemischte Gefühle. Sie können sich über Ihre Schwangerschaft freuen und gleichzeitig Angst vor der Geburt haben. Sie können sich auf Ihr Baby freuen und gleichzeitig zweifeln, ob Sie das alles schaffen. Sie können dankbar sein und trotzdem müde, reizbar oder emotional.

Diese Gefühle schließen einander nicht aus.

Schwangerschaft ist eine Zeit des Wandels. Sie verabschieden sich von dem, was war, und bereiten sich auf etwas Neues vor. Dabei können alle möglichen Emotionen aufkommen. Auch Gefühle, mit denen Sie vielleicht nicht gerechnet hatten.

Sie müssen nicht perfekt schwanger sein

Manchmal scheint es, als müsse Schwangersein vor allem schön, strahlend und besonders sein. Aber in Wirklichkeit ist es oft viel vielschichtiger. Ihr Körper verändert sich, Sie schlafen vielleicht schlechter, Sie machen sich Sorgen oder fühlen sich nicht immer wie Sie selbst.

Sie müssen nicht jeden Tag genießen, um ein guter Elternteil zu sein. Sie müssen nicht immer ruhig oder positiv sein. Und Sie müssen sich nicht schuldig fühlen, wenn sich Ihre Schwangerschaft anders anfühlt, als Sie gehofft hatten.

Was Sie fühlen, verdient Aufmerksamkeit. Kein Urteil.

Was bei wechselnden Emotionen helfen kann

Es gibt keine schnelle Lösung für alles, was Sie fühlen, aber es gibt Dinge, die Unterstützung bieten können.

Sprechen Sie darüber, was in Ihnen vorgeht
Erzählen Sie jemandem, dem Sie vertrauen, wie Sie sich fühlen. Das kann Ihr Partner sein, eine Freundin, Ihre Hebamme oder ein anderer Fachmann. Manchmal hilft es schon, laut auszusprechen, was Sie beschäftigt.

Nehmen Sie Ihre Gefühle ernst
Versuchen Sie, Ihre Emotionen nicht sofort zu lösen oder wegzudrücken. Fragen Sie sich lieber: Was versucht mir dieses Gefühl zu sagen? Brauche ich Ruhe? Unterstützung? Klarheit? Trost? Verständnis?

Sorgen Sie für kleine Ruhemomente
Kleine Momente der Verlangsamung können helfen, wieder näher zu sich selbst zu kommen. Ein kurzer Spaziergang, ruhiges Atmen, die Hände auf den Bauch legen, Musik hören oder bewusst nichts tun müssen.

Beziehen Sie Ihren Partner oder Ihr Umfeld ein
Für Ihr Umfeld kann es manchmal schwierig sein zu verstehen, was alles in Ihnen passiert. Erklären Sie, was Sie brauchen. Vielleicht wollen Sie keine Lösung, sondern vor allem jemanden, der zuhört. Vielleicht brauchen Sie gerade praktische Hilfe, damit mehr Raum für Ruhe entsteht.

Wenn Emotionen zu schwer werden

Es ist normal, dass Emotionen während der Schwangerschaft wechseln können. Aber wenn Angst, Niedergeschlagenheit, Panik oder Anspannung viel Raum einnehmen, ist es wichtig, um Hilfe zu bitten.

Zum Beispiel wenn Sie:

  • viel grübeln oder sich schwer entspannen können
  • oft weinen müssen, ohne genau zu wissen warum
  • sich niedergeschlagen, leer oder allein fühlen
  • Angst vor der Geburt oder der Elternschaft haben
  • wenig Verbindung zu Ihrem Baby spüren
  • merken, dass alte Erfahrungen wieder hochkommen
  • das Gefühl haben, sich selbst zu verlieren

Sie müssen nicht warten, bis es wirklich nicht mehr geht. Gerade früh Unterstützung zu suchen kann einen großen Unterschied machen.

Verbindung mit sich selbst und Ihrem Baby

Während der Schwangerschaft beschäftigen Sie sich nicht nur mit dem Wachstum Ihres Babys, sondern auch mit Ihrem eigenen Wachstum als Elternteil. Das kann sich verletzlich anfühlen. Indem Sie bewusst bei dem verweilen, was Sie fühlen, entsteht oft mehr Raum für Verbindung.

Legen Sie Ihre Hand auf den Bauch. Atmen Sie ruhig aus. Nehmen Sie wahr, was da ist, ohne es ändern zu müssen. Vielleicht spüren Sie Liebe. Vielleicht spüren Sie Anspannung. Vielleicht spüren Sie noch nicht viel. Alles ist gut.

Verbindung muss nicht perfekt sein. Sie darf Schritt für Schritt wachsen.

Sie sind nicht allein

Emotionen und Hormone gehören zur Schwangerschaft, aber das bedeutet nicht, dass Sie alles alleine tragen müssen. Es kann hilfreich sein, Informationen, Wiedererkennung und Unterstützung bei Menschen zu finden, die verstehen, was diese Zeit mit Ihnen machen kann.

Bei We Care Academy finden Sie liebevolles Wissen und praktische Unterstützung rund um Schwangerschaft, Geburt, Babys, Bindung und Elternschaft. Damit Sie mit mehr Milde auf sich selbst schauen und mit mehr Vertrauen der Ankunft Ihres Babys entgegensehen können.

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